2

IE003 – HowTo: Das perfekte EPK und warum Du es brauchst!

Das perfekte EPK

In dieser Folge geht es um das perfekte EPK (Electronic Press Kit) und warum Du so etwas überhaupt brauchst.

 


Was bedeutet EPK?

EPK ist die Kurzform für Electronic Press Kit. Auf dem EPK präsentierst Du übersichtlich alle relevanten Infos über Dich für Booker oder Journalisten auf einer Seite.

 

Was ist der Unterschied zwischen Webseite und EPK?

Die Webseite soll Fans begeistern und binden. Sie ist Deine Homebase im Netz.

Selbst wenn die großen Social Media Seiten und damit Deine Fans/Follower weg sind,

sind Deine Homepage und Deine Emailkontakte noch da.

Das EPK dagegen ist nicht für den Fan gedacht, sondern für professionelle Kontakte aus dem Musik- oder Mediengeschäft.

Dein Empfänger soll mit kurzen Wegen und wenigen Klicks alles an einem Ort finden, was benötigt wird, um sich ein Urteil über Deine Musik zu fällen!

 

Warum brauche ich ein EPK?

Du willst einen zukünftigen Partner begeistern. Dein EPK ist Deine Bewerbung im Musikbusiness.

Du willst einen Booker nicht erst Deine Webseite durchsuchen lassen, um herauszufinden, wer du bist und was du machst.

Du willst keine Emailanhänge verschicken, denn die meisten Booker, Blogger und Journalisten werden sie nicht mal öffnen.

 

Für wen ist das EPK?

Das EPK ist für Medien (Mags, Blogs, etc.), die über Dich schreiben sollen, für Veranstalter, die Dich buchen sollen, für Labels, bei denen Du Dich bewirbst und für Bookingagenturen.

Selbst Promoagenturen brauchen die Infos aus Deinem EPK für ihre Kampagnen.

Das EPK ist für jeden Kontakt aus dem Musikbusiness relevant.

Theoretisch könntest Du pro Kontaktart (Label, Medium, Booker etc.)  ein eigenes EPK machen.
Aber: Der Aufwand ist in Relation zum Nutzen relativ hoch, denn es gibt große Überschneidung dessen, was die unterschiedlichen Empfänger wissen/sehen wollen

Setze Dich in Deinen Kontakt hinein!

Stell Dir vor Du hast ein Mag oder suchst wen für Deine Veranstaltung. Du willst mit wenig Klicks an Deine Infos kommen.

Du musst im Anschreiben neugierig machen und die Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem willst Du dort nur die die wichtigsten Eckpunkte präsentieren, kurz und knackig.

Den Rest der Überzeugungsarbeit elredigt dann Dein EPK.

 

Was gehört ins EPK?

  • Musik-Player
  • Fotos hochauflösend. Schwarzweiss und Farbe
  • Fotos mit Bandinfo als zip herunterladbar
  • kurze knackige Bandinfo
  • Infotext zur Platte
  • Hochwertige Musikvideos
  • Hochwertige Livevideos
  • Techrider als zip
  • Für Rezensionen: Komplettes Album als Stream (oder Download als zip) zur Verfügung stellen. Für alle anderen Zwecke reichen die 3-5 besten Songs.
  • Kontaktperson/Ansprechpartner
  • Pressereviews/Interviews
  • Homepage Link
  • Bestgepflegter Social Media Link
  • Cover des aktuellsten Releases
  • Diskographie
  • Tourdaten

Keine Cover von alten Releases in der Fotosammlung.

Zum runterladen nur wirklich spezielle Dinge wie Sammlung von Pressefotos zusätzlich als zip oder Techrider.

Downloads von Dateien mit gesammelten Daten sind nur für Leute, die gezielt Material von Dir zur Weiterverarbeitung brauchen.

Errungenschaften nur aufzählen wenn sie wirklich etwas besonderes sind.

Setze den Link zu Deinem primärem und bestgepflegten Social Media Profil: Likes auf dem Profil wirken wie eine Empfehlung der Fans.

Aber mach Dich hier nicht verrückt, bleib lieber ehrlich als Fans zu kaufen.

Wenn ihr noch “klein” seid, ist das halt so. Geht offen damit um und konzentriert euch auf Eure lokale Fanbase.

 

Bei englischsprachigen Bands solltet Ihr sämtliches Textmaterial auch nochmal in englisch zur Verfügung stellen

 

Das Material, das Du erstellst, sollte erstklassig sein. Deshalb: Zeit investieren!

Das EPK ist Deine Visitenkarte innerhalb des Musikgeschäfts.

Benutze Fotos aus richtigem Shooting, keine Schnappschüsse.

Du solltest Deine Info-Texte nicht einfach runterschreiben, sondern gezielt entwickeln.

Lieber präsentierst Du wenige hochwertige Videos, als schlechtes Audio/Videomaterial.

Investiere in Livevideos!

 

Versetz Dich in Dein Gegenüber hinein.

Spare ihm/ihr Klicks, sonst springt er ab, bevor er Deine Musik hört.

 

Comments 2

  1. Einfach geil. Du bist echt ein Held. Detailreiche Erklärung und man versteht sofort, worauf es ankommt. Danke man… Du gibst einfach soviel guten Content ab. Sehr genial. Vielen Dank für diesen guten Stoff.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.